Sielmanns Natur-Ranger
Deutschland e.V.
Die Jugendorganisation der Heinz Sielmann-Stiftung
Frühe Freude am Gewässer - der Grasfrosch
Neben dem Springfrosch und dem Moorfrosch zählt der Grasfrosch zu den „Braunfröschen“, deren Lebensraum – im Gegensatz zu den Wasserfröschen (Grünfröschen) - außerhalb der Laichzeit auch weiter in die terrestrische Umgebung hineinreicht.
Die beiden nächsten Verwandten sind jedoch stärker auf ihre jeweiligen Lebensräume spezialisiert, so dass wir sie oft nur vereinzelt in „ihren“ Bereichen finden.
Der Grasfrosch selbst kommt in ähnlich großem Verbreitungsgebiet, wie der Moorfrosch vor, besiedelt aber auch die Höhenlagen der Mittelgebirge und kommt auch auf der britischen Insel vor! Springfrösche sind eher die Frösche eines feuchten gemäßigten Buchenmischwaldes – sie meiden eher die stark offenen Stellen- und man findet sie zur Paarung an halbschattigen Waldtümpeln!
Wenn wir nun im März/ April unterwegs sind, können wir ja nach den Tieren am Gewässer Ausschau halten! Grasfroschkonzerte sind viel leiser als die Grünfrosch-Stimmen, die einige deutsche Anwohner schon zu Klagen und "Froschentfrenungsmaßnahmen“ verleitet haben.
Die Männchen des Grasfrosches besitzen übrigens dunkle Brunstschwielen an den „Händen“, während sie beim Springfrosch eher hellgrau erscheinen. Der Moorfrosch ist insgesamt eher bläulich (die Männchen) und besitzt oft einen hellen silbriggrauen Streifen auf seinem Rücken. Der Springfrosch besitzt im Vergleich zu seinen Vettern neben den sprichwörtlich längeren Beinen (die wir ja nicht zur Bestimmung verbiegen möchten) auch andere charakteristische Merkmale: Sein Trommelfell erscheint im Vergleich größer als das des Grasfrosches. Außerdem ist der Abstand zwischen Auge und Trommelfell beim Grasfrosch weiter entfernt als beim Springfrosch und die Grasfrosch-Schnauze eher stumpf im Vergleich zur spitzen Springfroschschnauze.
Übrigens gibt es noch ein gutes Merkmal, wie man den Laich von Springfrosch und Grasfrosch unterscheiden kann: Auch bei großen Springfroschpopulationen wird schön säuberlich getrennt abgelegt! Laichballen des Springfrosches berühren sich beinahe nie, während die Paare des Grasfrosches alle „auf einem Haufen“ laichen.
Wer die Kaulquappen unterscheiden will, dem sei ein Buch von Engelmann/ Fritzsche/ Günther/ Obst : Lurche und Kriechtiere Europas empfohlen.
Grasfrösche besitzen auf der Oberlippe ihres Raspelmaules meist 4 Zahnreihen, Springfrösche 3 - und Moorfrösche nur zwei Zahnreihen! Springfroschlarven sind übrigens verhältnismäßig groß und erreichen bis zu 6 cm, während Moor- und Grasfrosch meist nicht über 4-4,5 cm groß werden! Insofern ist es bei den Braunfröschen hierzulande mit Einmachglas und Lupe auch später möglich, die Art zu bestimmen.
Die Kaulquappen des Moorfrosches unterscheiden sich übrigens von kaum von den Kaulquappen des Grasfrosches... höchstens durch den hellen Mittelstreif, der kurz vor Abschluß der Metamorphose bei der Moorfroschquappe bereits sichtbar wird.
Außerdem sind die Larven des Moorfrosches durch viele helle silbrige Pünktchen mit „Moorfroschschimmer“ überzogen... Das ist aber nur eine Tendenz. Weil der Grasfrosch meist etwas früher laicht, sind seine Quappen bei gemeinsamem Vorkommen manchmal etwas größer!
Ein Tip: Felix aus dem Team Bobenheim hat neulich zwei Laichballen in einer gefüllten Wildschweinsuhle entdeckt. Das Gewässer wurde vorsichtig vertieft, an den Seiten verstärkt – und „gegen die Wildschweine“ mit groben Ästen geschützt, so dass diese angehalten sind, eine neue Suhle – meist in der unmittelbaren Nähe – zu erstellen. So können wir an geeigneten Stellen vielleicht aus Wildschweinsuhlen ein paar Kleingewässer mehr entstehen lassen! Die Wildschweine finden die feuchten Stellen jedenfalls immer sehr gut heraus!
Ich wünsche allen Rangern viel Spaß beim Fröschelauschen und beim Anlegen oder Pflegen von Kleinstgewässern!
Bis Bald Euer Frank
Die beiden nächsten Verwandten sind jedoch stärker auf ihre jeweiligen Lebensräume spezialisiert, so dass wir sie oft nur vereinzelt in „ihren“ Bereichen finden.
Lebensraum
Der Moorfrosch liebt beispielsweise eher vegetationsarme, sonnigere Tiefland-Gewässer, feuchte Wiesen mit hohem Grundwasserstand und Frühjahrsüberschwemmungen. Das Areal des Moorfrosches reicht selbst bis Schweden, Finnland und im Osten bis nach Sibirien. Auch der Springfrosch steigt meist nicht weiter in die Höhe- und wird in Höhenlagen über 150 m deutlich seltener auch wenn sein Gesamtverbreitungsgebiet –eher atlantisch beeinflußt - über Frankreich, Südeuropa östlich bis zur Ukraine reicht.Der Grasfrosch selbst kommt in ähnlich großem Verbreitungsgebiet, wie der Moorfrosch vor, besiedelt aber auch die Höhenlagen der Mittelgebirge und kommt auch auf der britischen Insel vor! Springfrösche sind eher die Frösche eines feuchten gemäßigten Buchenmischwaldes – sie meiden eher die stark offenen Stellen- und man findet sie zur Paarung an halbschattigen Waldtümpeln!
Wenn wir nun im März/ April unterwegs sind, können wir ja nach den Tieren am Gewässer Ausschau halten! Grasfroschkonzerte sind viel leiser als die Grünfrosch-Stimmen, die einige deutsche Anwohner schon zu Klagen und "Froschentfrenungsmaßnahmen“ verleitet haben.
Unterscheidungsmerkmale der „Braunfrösche“
Wie können wir ansonsten die Frösche unterscheiden? Die meisten Ranger wissen zwar längst schon Bescheid – hier aber noch mal ein paar einfache Feldmerkmale!Die Männchen des Grasfrosches besitzen übrigens dunkle Brunstschwielen an den „Händen“, während sie beim Springfrosch eher hellgrau erscheinen. Der Moorfrosch ist insgesamt eher bläulich (die Männchen) und besitzt oft einen hellen silbriggrauen Streifen auf seinem Rücken. Der Springfrosch besitzt im Vergleich zu seinen Vettern neben den sprichwörtlich längeren Beinen (die wir ja nicht zur Bestimmung verbiegen möchten) auch andere charakteristische Merkmale: Sein Trommelfell erscheint im Vergleich größer als das des Grasfrosches. Außerdem ist der Abstand zwischen Auge und Trommelfell beim Grasfrosch weiter entfernt als beim Springfrosch und die Grasfrosch-Schnauze eher stumpf im Vergleich zur spitzen Springfroschschnauze.
Übrigens gibt es noch ein gutes Merkmal, wie man den Laich von Springfrosch und Grasfrosch unterscheiden kann: Auch bei großen Springfroschpopulationen wird schön säuberlich getrennt abgelegt! Laichballen des Springfrosches berühren sich beinahe nie, während die Paare des Grasfrosches alle „auf einem Haufen“ laichen.
Stimmen
Stimmlich ist der Grasfrosch durch ein sonores Brummen/ Knurren vom leiseren schnarrenden Ruf des Springfrosches zu unterscheiden. Der Moorfrosch klingt auch eher ruhig... seint „Wuog, wuog, wuoog“ ist recht deutlich zu hören. Sonogramme der Froschgesänge sind in dem Kosmos-Buch von Nöllert zu finden.Wer die Kaulquappen unterscheiden will, dem sei ein Buch von Engelmann/ Fritzsche/ Günther/ Obst : Lurche und Kriechtiere Europas empfohlen.
Grasfrösche besitzen auf der Oberlippe ihres Raspelmaules meist 4 Zahnreihen, Springfrösche 3 - und Moorfrösche nur zwei Zahnreihen! Springfroschlarven sind übrigens verhältnismäßig groß und erreichen bis zu 6 cm, während Moor- und Grasfrosch meist nicht über 4-4,5 cm groß werden! Insofern ist es bei den Braunfröschen hierzulande mit Einmachglas und Lupe auch später möglich, die Art zu bestimmen.
Die Kaulquappen des Moorfrosches unterscheiden sich übrigens von kaum von den Kaulquappen des Grasfrosches... höchstens durch den hellen Mittelstreif, der kurz vor Abschluß der Metamorphose bei der Moorfroschquappe bereits sichtbar wird.
Außerdem sind die Larven des Moorfrosches durch viele helle silbrige Pünktchen mit „Moorfroschschimmer“ überzogen... Das ist aber nur eine Tendenz. Weil der Grasfrosch meist etwas früher laicht, sind seine Quappen bei gemeinsamem Vorkommen manchmal etwas größer!
Schutzmaßnahmen
Problem Straßenverkehr
Was können wir Ranger tun, damit es wieder mehr Frösche gibt? Zum einen natürlich ist die Überwachung der Frühjahrswanderung sehr sinnvoll. Durch den Straßenverkehr sterben hier sehr viele laichbereite Tiere! Einsammeln der Tiere und das Aufstellen von Krötenzäunen leisten hier wertvolle Dienste!Problem „Saurer Regen“
Durch den Sauren Regen, der vielelerorts glücklicherweise abgenommen hat, kann der Laich oft nicht richtig aufquellen! Die Larven können sich nicht befreien und der Laich verpilzt! Die Gefahr ist vor allem in sandigen Gegenden gegeben. Auch durch zu viel sauer reagierendes Fallaub (Pappeln- Eichen, - Buchenlaub) können in sehr „schwarzen“, waldnahen Gewässern oft keine Amphibien einziehen! In kleinen Teichen und im Garten kann man eventuell mit Muschelkalk oder mit einigen Sorten spezieller Katzenstreu den pH-Wert etwas erhöhen. Unter pH 5 gilt der Laich als gefährdet. Am günstigsten ist ein pH von 6 bis 7. Ob man so einen Eingriff vornehmen möchte, ist allerdings Geschmackssache! Es empfiehlt sich aber in Gartenteichen durchaus eine gewisse Anzahl an Kalksteinen im Uferbereich einzubauen, da diese starke Säurewerte etwas abpuffern können!Problem Laichgewässer
Durch Austrocknung, Belastung durch Angler oder Freizeitnutzer gehen immer mehr Tümpel oder pflanzenreiche Kleinstgewässer verloren. Gerade die Kleinstgewässer sind aber auch für unsere Molche und Kröten besonders wichtig! Als gut durchzuführende Maßnahme können auch wieder die „klassischen“ Tümpel angelegt werden.Ein Tip: Felix aus dem Team Bobenheim hat neulich zwei Laichballen in einer gefüllten Wildschweinsuhle entdeckt. Das Gewässer wurde vorsichtig vertieft, an den Seiten verstärkt – und „gegen die Wildschweine“ mit groben Ästen geschützt, so dass diese angehalten sind, eine neue Suhle – meist in der unmittelbaren Nähe – zu erstellen. So können wir an geeigneten Stellen vielleicht aus Wildschweinsuhlen ein paar Kleingewässer mehr entstehen lassen! Die Wildschweine finden die feuchten Stellen jedenfalls immer sehr gut heraus!
Ich wünsche allen Rangern viel Spaß beim Fröschelauschen und beim Anlegen oder Pflegen von Kleinstgewässern!
Bis Bald Euer Frank