Pflanzen

Die Landschaften, wie wir sie heute erleben, sind seit vielen Jahrhunderten vom Menschen gestaltet worden. Viele Gebiete, die in unserer Zeit als besonders wertvolle Naturräume gelten, verdanken ihr Entstehen meist dem Wirken des Menschen, der den einst geschlossenen Wald gerodet und durch Wiesen und Äcker nicht nur eine neue Existenzgrundlage für sich selbst, sondern auch für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten geschaffen hat.
Die Vielfalt der heimischen Fauna und Flora ist somit vorwiegend das Ergebnis einer sehr lange währenden, im Einklang mit dem Naturhaushalt stehenden Nutzung durch den Menschen.

Die in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts mit der Entwässerung der Moore begonnene und seit dem Ende des letzten Krieges mit großer Intensität betriebene Bodenkultivierung hat zu einer zunehmenden Wandlung unserer Landschaften geführt.

Viele Planzen der Wiesen, Heiden, Äcker und Flachmoore werden durch Düngung, Dränage, und chemische Wirkstoffe zunehmend ihrer Lebensgrundlage beraubt.

Diese Arten können nur erhalten werden, wenn ihre Lebensräume vor weiteren nachteiligen Veränderungen bewahrt bleiben. Eine der vordringlichsten Aufgaben des modernen Naturschutzes ist daher, die Wuchsorte der Pflanzenarten, deren Existenz aufgrund der intensiven Landnutzung gefährdet ist, zu erhalten.

Die folgenden Beschreibungen sollen dabei helfen die Natur und ihre Vielfalt wieder besser kennen und schützen zu lernen.



Der Frauenschuh (Cypripedium calceolus L.)

Der Frauenschuh, die "Orchidee des Jahres 2010", ist wohl die bekannteste unter unseren heimischen Wildorchideenarten. Keine andere ist so beliebt wie er.

Rankenpflanze für Rüsseltiere

Schon früh im Jahr können wir am Waldrand oder auf Lichtungen, an Waldwegen und auch im lichten Unterholz eine Pflanze bewundern, deren maigrüne Färbung einen ersten leuchtenden Lichtfleck in das rostbraun des Laubes zaubert.

Johanniskraut oder Tüpfelhartheu (Hypericum perforartum)

Seinen Namen soll das Johanniskraut über die färbenden Eigenschaften seiner Blütenblätter erhalten haben: Presst man die frischen Blüten zwischen den Fingern, so setzen die Blätter ein stark rot gefärbtes Öl frei, welches symbolhaft als das „Blut des Johannes des Täufers“ galt – durch die Blütezeit im Sommer (zu Johanni) verband man die Farbeigenschaft seines Öls und den Blütezeitraum zu seinem Namen.

Kakao - Der Südamerikaner in aller Munde

Kakao (Theobroma cacao) Fam.: Sterculiaceae

Löwenzahn - Pusteblume (Taraxacum officinale)

Der gewöhnliche Löwenzahn hat im Volksmund viele Namen: Hundeblume, Kettenblume, Kuhblume, Milchstöck, Pfaffenplatte, Pissblume, Ringelblume...

Blütenreiche Bienenweide, bruchfester Bogenbau-Baum, stachelige Bohnenschwester - Wer bin ICH?

Ursprünglich komme ICH im östlichen Nordamerika vor. Von Pennsylvania über Ohio erstreckt sich mein Vorkommen südlich bis in den Norden Alabamas. MEIN zentrales Vorkommen sind die Appalachen und wenn ICH als Baumart so zurückdenke, dann haben mein Holz auch schon einige Indianerstämme zur Herstellung von Werkzeugen und Bögen benutzt. Davon erfahrt Ihr aber später mehr!

Sumpf-Dotterblume - (Caltha palustris L.)

Die Sumpf-Dotterblume hat viele Namen: Bachblume, Butterblume, Dotterblume, Eierblume, Kuhblume...

Weinachtsschmuck, Stärkungstrank und „Abführmittel“

Interessantes aus den Familienkreisen von Faulbaum bis Matetee und „Einem, der sie alle verspeist!

Jungfernkrone und Zauberveilchen - Das Immergrün (Vinca minor)

Das Immergrün ist durch seine zartblauvioletten Blüten, deren Farbe auch an Veilchen erinnern, eine beliebte Zierpflanze.
X