Sielmanns Natur-Ranger
Deutschland e.V.

Die Jugendorganisation der Heinz Sielmann-Stiftung

Unser Logotier – Der Waldkauz

Der Waldkauz ist ein häufiger Brutvogel in Mitteleuropa und kommt in Wäldern, Parks, auf Friedhöfen, in Alleen und Gärten mit altem Baumbestand vor. Der Waldkauz ist sehr anpassungsfähig, was den Brutplatz betrifft. Es werden Baumhöhlen bevorzugt, aber auch ungestörte Winkel in Gebäuden werden angenommen. Scheunen, Dachböden, Kirchtürme und Ruinen sind nicht nur geeignete Brutplätze, sondern auch gute Tagesverstecke.
Waldkäuze sind gewandte Flieger und Jäger und erbeuten neben Mäusen auch Sperlinge und Stare an ihren Schlafplätzen sowie Jungkaninchen, Tauben, Maulwürfe, Ratten und selbst Frösche und Kröten.
Die erstaunliche Vielseitigkeit in der Ernährung und in der Wahl des Brutplatzes trägt dazu bei, dass der Waldkauz unsere häufigste Eulenart ist.

Waldkäuze sind fast ausschließlich nachts aktiv. Zwanzig Minuten nach Sonnenuntergang beginnen sie mit der Jagd und durchschnittlich 40 Minuten vor Sonnenaufgang endet ihre Aktivität. Nur während der Jungenaufzucht werden die Käuze schon vor Sonnenuntergang aktiv. Tagsüber verbergen sich die Vögel in ihrer Schlafhöhle oder sie sitzen in einer belaubten Baumkrone.

Die Grundfärbung des Gefieders beim Waldkauz ist entweder rindengrau oder rostbraun. Die graue Varietät ist häufiger als die braune. Das Weibchen ist mit rund 42 cm etwas größer als das Männchen und mit etwa 400-630 g auch schwerer als dieses

Gelegentlich sitzen Waldkäuze auch im direkten Sonnenlicht, um sich zu wärmen.

Der Waldkauz kann in der freien Natur bis zu 18 Jahre, in Gefangenschaft bis zu 27 Jahre alt werden.

Der Reviergesang des Männchens ist ein schauriges, tremolierendes "huu-huhuhu-huu". Dieses wird häufig in Filmen eingespielt, um Gruselstimmung oder Spannung zu erzeugen.
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