Sielmanns Natur-Ranger
Deutschland e.V.
Die Jugendorganisation der Heinz Sielmann-Stiftung
Sonstige Aktionen
Besuch vom Team Jena
Im September 2006 bekamen wir Besuch von den Sielmanns-Natur-Ranger Team aus Jena.Bei schönstem Wetter fand ein Rundgang über das Stationsgelände und ein ausführlicher Erfahrungsaustausch der beiden Ranger-Teams statt. Das Team Sachsenhagen stellte seine Projekte vor und erklärte den Besuchern fachkundig das Insektenhotel, die Benjeshecke und den Ringelnatternistplatz.
Für Aufregung sorgten 10 übergroße „Maden“, die von Findern in der Wildtierstation abgegeben worden waren. Sie waren beim Umsetzen eines Komposthaufens aufgestöbert worden und konnten von den Rangern schnell als Nashornkäferlarven identifiziert werden.
Der Zufall wollte es, dass die Besucher aus Jena präparierte Nashornkäfer zur Ansicht im Reisegepäck dabei hatten. Staunend stellten die Ranger fest, dass die Larve viel größer als der erwachsene Käfer ist und dass nur die Männchen der Nashornkäfer das charakteristische große Horn auf dem Kopf haben.
Nach eingehender Betrachtung wurden die Larven dieser streng geschützten Art an geeigneter Stelle auf dem Stationsgelände freigelassen.
Als die Besucher nach diesem ereignisreichen Tag verabschiedet wurden, waren sich alle einig: Wir sehen uns wieder!
GEO-Tag der Artenvielfalt
Einmal im Jahr lädt das Magazin GEO zur Expedition in die heimische Natur.Für die Teilnehmer gilt es, innerhalb von 24 Stunden in einem begrenzten Gebiet möglichst viele verschiedene Pflanzen und Tiere zu entdecken.
Ziel des GEO-Tags der Artenvielfalt ist eine Bestandsaufnahme unserer unmittelbaren Umwelt: Was wächst und gedeiht eigentlich in hiesigen Breiten? Dabei zählt nicht der Rekord. Vielmehr geht es darum, Bewusstsein zu wecken für die Vielfalt der Natur vor unserer Haustür. Für uns war schnell klar: „Da machen wir mit!“ Und so starteten 20 Kinder auf dem Gelände der Wildtierstation, ausgerüstet mit Keschern, Bestimmungsbüchern, Becherlupen und Kameras, um die Artenvielfalt in dem Teich auf dem Stationsgelände zu erkunden.
Nach einer kurzen Einweisung gingen die Kinder mit Feuereifer an die Sache. Schon bald wurden die ersten Funde gemeldet: „Eine Kaulquappe mit Beinen!“ riefen die Kinder aufgeregt. Dagmar konnte erklären, dass die Kinder Molchlarven im Teich gefunden hatten. Auch ein Molchweibchen wurde entdeckt. Daneben aber auch Rückenschwimmer, Wasserskorpione, Gelbrandkäferlarven, Groß- und Kleinlibellenlarven und vieles mehr.
Frank Lehmann kommt
Frank Lehmann ist Naturführer der Heinz-Sielmann-Stiftung kommt uns einmal im Jahr besuchen und wie immer, hatte er jede Menge tolle Ideen im Gepäck.Zunächst galt es, ein Feuer zu entfachen, wobei nur ein Streichholz verwendet werden durfte. Trockene Äste, Blätter, Kiefernzapfen und Harz (Bernstein =Brennstein) wurden gesammelt und aufgeschichtet. Es gelang tatsächlich, das Feuer zu entfachen. Aber es qualmte gewaltig!
Während die einen noch mit dem Feuer beschäftigt waren, zeigte Frank, wie die Indianer früher ihre Schnüre herstellten. Allerdings verwendeten wir Bast und mussten nicht erst die Bastfäden aus Brennnesseln gewinnen. Die langen Bastfäden wurden in Wasser eingeweicht und mit einer eigentlich einfachen aber irgendwie doch schwierigen Drehtechnik verzwirbelt. Als wir den "Dreh" endlich raus hatten, konnten wir auch schöne Federn in die Schnüre eindrehen und uns tollen Schmuck herstellen. Gemeinsam wurden dann weitere Nisthilfen für die Wildbienen am Insektenhotel geschaffen. Es wurden viele kleine Löcher in die Holzscheite gebohrt. So finden hoffentlich auch die kleineren Wildbienenarten unser Nistangebot attraktiv. Zusätzlich bauten wir Nisthilfen aus Ton. In verschiedene Tonblöcke wurden mit Hilfe von Stöckchen und Nägeln unterschiedlich dicke Löcher gebohrt. Alternativ wurden auch einzelne Tonröhren geformt. Eine besondere Herausforderung war es, eine Tonröhre mit den speziellen Maßen für eine Holzbiene zu formen. Frank hatte eine tote Holzbiene als Anschauungsobjekt mitgebracht. An ihrem „Popo“ wurde Maß genommen und lange ein Stock mit dem entsprechenden Durchmesser zur Herstellung der Löcher gesucht. Aber auch dieses Problem wurde gelöst und wir freuen uns auf viele neue Besucher unseres Insektenhotels im nächsten Jahr. Die Tonblöcke und –röhren müssen natürlich erst noch trocknen und dann gebrannt werden.
Thema im Jahr 2008 war Spinnen. Das Wetter war super und Frank stellte uns die häufigsten einheimischen Spinnen vor. Die Ranger suchten Spinnen und bestimmten sie. Wir bannten Spinnennetze auf Papier, machten sie mit Mehl sichtbar und laminierten sie zu Kunstwerken. Zum Schluss bauten wir aus Kordeln ein richtiges Radnetz zwischen zwei Bäumen.
Besuch von der Jägerschaft
Laut tönte das „Halali“ des Jagdhorns über das Gelände der Wildtierstation. Aber Reinhold Siegmann rief nicht zur Jagd, sondern dies war das Startsignal zu einer Naturführung besonderer Art. Siegmann war mit dem Infomobil der Kreisjägerschaft Schaumburg angereist, um gemeinsam mit uns auf Spurensuche im Wald zu gehen.Etwa zwanzig Teilnehmer erlebten eine spannende Naturführung entlang des stationseigenen Naturlehrpfades. Zunächst stand die Frage "Was ist ein Wald?" im Mittelpunkt. Wie viele Bäume müssen zusammen stehen, damit man es als Wald bezeichnen kann und wie entsteht ein Wald? Kindgerecht und humorvoll beantwortete der pensionierte Förster die vielen Fragen, erläuterte die Bedeutung der Wälder für das Klima und ging auf den besonderen Lebensraum "Waldrand" ein. Die Kinder erfuhren, dass liegendes und stehendes Totholz wichtigen Lebensraum für viele verschiedene Tierarten bietet. Anhand abgelöster Rindenstücke zeigte Siegmann die Bohrgänge rindenbrütender Käfer. Gespannt lauschten die Kinder seinen Ausführungen über Lärchenborkenkäfer und Buchdrucker. Als Siegmann nach dem Rundgang schließlich die Türen des Infomobils öffnete, drängten sich die Teilnehmer neugierig um ihn und bestaunten die verschiedenen heimischen Wildtiere, die als ausgestopfte Präparate gezeigt wurden. Zum Abschluss fanden sich die Teilnehmer zu einem „Gruppenbild mit Dachs“ zusammen, denn der Dachs ist schließlich unser Maskottchen.
Wir sind bei „Tabaluga-Tivi“
Etwas aufgeregt waren wir ja schon. Ein Kamerateam ist angereist, um einen Beitrag für die Sendung „Tabaluga tivi“ im ZDF-Kinderfernsehen zu drehen. Die Redakteurin Julia Wallnöfer ist auf ihrer Suche nach Kindern, die sich für Naturschutzarbeit und den Schutz einheimischer Wildtiere engagieren, auf die Sielmanns Natur-Ranger der Wildtierstation aufmerksam geworden. Und so begleitet sie mit ihrem Kamerateam die jungen Naturschützer einen ganzen Tag bei ihrem Einsatz, der dieses Mal insbesondere den Schleiereulen gilt.Eine halbe Stunde dauert der Bau eines Schleiereulenkastens - im Film wird dieser Vorgang im Zeitraffer in nur wenigen Sekunden zu sehen sein. Anschließend wird der Kasten auf dem Dachboden des Stationsgebäudes installiert und mit zwei Schleiereulen zur Auswilderung besetzt.
In der Voliere erläutert Teamleiter Jürgen Müller die Überlebenstricks der Eulen, und die Kinder zeigen, dass sie schon viel gelernt haben. Sie erzählen über das Orientierungsvermögen der Eulen bei Dunkelheit, die Beschaffenheit des Federkleides, die Spannweite der Flügel und vieles mehr.
Souverän beantworten die Natur-Ranger die Fragen der Redakteurin. Julia Wallnöfer zeigt sich beeindruckt von dem umfangreichen Wissen der Kinder: “Toll, was Ihr alles wisst, Ihr seid ja richtig fit!“ Davon können sich bald auch die Zuschauer von „Tabaluga tivi“ überzeugen: Der Sendetermin ist für den 18. März 2006 vorgesehen
Habt Ihr Lust bekommen unser Team zu unterstützen? Dann meldet Euch doch einfach. Wir stehen Euch gerne bei allen Fragen zur Verfügung!
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