Sielmanns Natur-Ranger
Deutschland e.V.
Die Jugendorganisation der Heinz Sielmann-Stiftung
Unser Logotier – Der Feuersalamander
Ausgewachsene mitteleuropäische Feuersalamander erreichen eine maximale Körperlänge von Kopf bis Schwanzspitze von 23 Zentimetern und ein Körpergewicht von etwa 40 Gramm. Innerhalb der Geschlechter werden die Weibchen im Durchschnitt etwas größer als die Männchen, und mit einem Gewicht von teilweise mehr als 50 Gramm sichtlich schwerer.
Nach der Paarung trägt das weibliche Tier etwa acht bis neun Monate die Embryonen aus. Zur Geburt der Larven sucht das Weibchen das Wasser auf und setzt den Nachwuchs an geeigneten Stellen im Uferbereich ab; überwiegend geschieht dies nachts. Innerhalb mehrerer Tage werden Durchschnitt aber etwa 30 Larven geboren. Die Eihüllen platzen im Moment des Gebärens auf. Aus diesem Grund zählt der Feuersalamander zu den lebendgebärenden Tieren.
Erwachsene Salamander ernähren sich weitgehend von wirbellosen Organismen wie Asseln, kleinen weichen Käfern sowie kleinen bis mittelgroßen Exemplaren der Wald-Wegschnecke, sowie Roten Wegschnecke. Daneben sind insbesondere Regenwürmer als Beute sehr beliebt, aber auch Spinnen und Insekten sind beliebte Beute, die vielfach in "Chamäleon-Manier" beschlichen werden, und dann je nach Größe entweder mit der Zunge oder mit einem Sprung und anschließendem Zupacken der Kiefer gefangen werden. Generell verzehren Feuersalamander alles, was von der Körpergröße noch überwältigt und verschlungen werden kann, also unter Umständen auch andere Amphibien wie Molche oder kleine Frösche. Wenn sich die ansonsten sehr langsamen Tiere einmal dafür "entschieden haben" Beute zu machen, können sie plötzlich sehr agil werden. Kleine Zähne im Ober- und Unterkiefer sowie am Gaumen dienen zum Festhalten und zum Transport der Beute in den Schlund. Stark pendelnde Körperbewegungen unterstützen den Schlingvorgang.
Die Nahrung der Salamanderlarven besteht überwiegend aus Larven von Wasserinsekten wie zum Beispiel Steinfliegen, Eintagsfliegen, Zuckmücken, Kriebelmücken, Köcherfliegen sowie aus Bachflohkrebsen. Die Larve schreckt auch vor Kaulquappen nicht zurück. Bei extrem geringem Nahrungsangebot und hoher Larvendichte kann unter Salamanderlarven Kannibalismus auftreten.
Der beste Schutz des Feuersalamanders gegen potentielle Fressfeinde sind seine auffällige Hautfärbung – die "Warntracht" sowie die Hautdrüsensekrete, die je nach Heftigkeit des Angriffs beziehungsweise der lebensbedrohenden Situation stufenweise zum Einsatz kommen können. Der erwachsene Feuersalamander besitzt keine natürlichen Feinde. Die einzige Ausnahme ist der Mensch.
Der Feuersalamander ist wie alle Amphibien „besonders geschützt“. Auf der "Roten Liste" der Bundesrepublik Deutschland wird er unter Anhang "V" geführt und ist somit eine Art der sogenannten Vorwarnliste. Bestandsgefährdungen entstehen in der Hauptsache durch Eingriffe wie Entwässerung und Verbauung von Larvengewässern sowie durch häufiges Befahren von Wegen und Straßen am Rand und innerhalb von Wäldern. Die "Kinderstuben" des Feuersalamanders, also offene naturnahe Quellbachregionen, haben in den letzten 50 Jahren starke Beeinträchtigungen erfahren. Unzählige Quellfluren sind inzwischen entwässert, Quellen verbaut und verrohrt oder aufgrund übermäßigen Wasserkonsums gänzlich versiegt.
Weitere Infos siehe unter:
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Teamarbeit 2011
23.05.2011 // Nach dem erfolgreichen Abschluss unseres indianischen Projektes "Lakoh Witschoka - Die Lebensweise der Lakota" richten wir die Teamarbeit noch mehr auf die praktische Umsetzung unserer Maxime "Naturschutz als positive Lebensphilosphie". Mit dem neuen Wissen aus unserem Lakota-Projekt sehen wir uns Menschen und unser menschliches Tun mit anderen Augen. Wir sehen die Natur und unsere Beziehung zur Natur mit anderen Augen. Durch Wanderungen und sinnvolle Beiträge zum Natur- und Artenschutz fügen wir unser neues Wissen mit Aktivitäten zusammen. Das hört sich zunächst sehr theoretisch und abgehoben an - aber wer dies in der Praxis erlebt, wird das verstehen.
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