Sielmanns Natur-Ranger
Deutschland e.V.

Die Jugendorganisation der Heinz Sielmann-Stiftung

Unser Logotier – Der Feuersalamander

In der Landschaft rund um Overath fühlt sich der Feuersalamander richtig heimisch. Denn die vorkommenden bewaldeten Hügel- und Berglandschaften findet er ganz toll für sich und seine Familie. Hier findet er alles, was er zum glücklichen Leben braucht. Die Umgebung ist ihm nicht zu tief und nicht zu hoch (typische Höhenverbreitung zwischen 200 und 450 Metern).
Feuersalamander sind als erwachsene Tiere weitgehend unabhängig von Oberflächengewässern. Sie führen ein verborgenes Dasein in Nischen von Höhlen, unter Totholz, flachen Steinen, zwischen Felsblöcken und unter Baumwurzeln, oder in Bodenlücken und Gängen von Kleinsäugern. Die vorwiegend nachtaktiven Salamander findet man tagsüber lediglich nach oder während starker Regenfälle. Unter den einheimischen Amphibien ist der Feuersalamander die Art mit der engsten Bindung an den Lebensraum Wald. Bevorzugt werden Laub- und Mischwälder, sofern sie eine gewisse Bodenfeuchte aufweisen.

Ausgewachsene mitteleuropäische Feuersalamander erreichen eine maximale Körperlänge von Kopf bis Schwanzspitze von 23 Zentimetern und ein Körpergewicht von etwa 40 Gramm. Innerhalb der Geschlechter werden die Weibchen im Durchschnitt etwas größer als die Männchen, und mit einem Gewicht von teilweise mehr als 50 Gramm sichtlich schwerer.

Nach der Paarung trägt das weibliche Tier etwa acht bis neun Monate die Embryonen aus. Zur Geburt der Larven sucht das Weibchen das Wasser auf und setzt den Nachwuchs an geeigneten Stellen im Uferbereich ab; überwiegend geschieht dies nachts. Innerhalb mehrerer Tage werden Durchschnitt aber etwa 30 Larven geboren. Die Eihüllen platzen im Moment des Gebärens auf. Aus diesem Grund zählt der Feuersalamander zu den lebendgebärenden Tieren.

Erwachsene Salamander ernähren sich weitgehend von wirbellosen Organismen wie Asseln, kleinen weichen Käfern sowie kleinen bis mittelgroßen Exemplaren der Wald-Wegschnecke, sowie Roten Wegschnecke. Daneben sind insbesondere Regenwürmer als Beute sehr beliebt, aber auch Spinnen und Insekten sind beliebte Beute, die vielfach in "Chamäleon-Manier" beschlichen werden, und dann je nach Größe entweder mit der Zunge oder mit einem Sprung und anschließendem Zupacken der Kiefer gefangen werden. Generell verzehren Feuersalamander alles, was von der Körpergröße noch überwältigt und verschlungen werden kann, also unter Umständen auch andere Amphibien wie Molche oder kleine Frösche. Wenn sich die ansonsten sehr langsamen Tiere einmal dafür "entschieden haben" Beute zu machen, können sie plötzlich sehr agil werden. Kleine Zähne im Ober- und Unterkiefer sowie am Gaumen dienen zum Festhalten und zum Transport der Beute in den Schlund. Stark pendelnde Körperbewegungen unterstützen den Schlingvorgang.

Die Nahrung der Salamanderlarven besteht überwiegend aus Larven von Wasserinsekten wie zum Beispiel Steinfliegen, Eintagsfliegen, Zuckmücken, Kriebelmücken, Köcherfliegen  sowie aus Bachflohkrebsen. Die Larve schreckt auch vor Kaulquappen nicht zurück. Bei extrem geringem Nahrungsangebot und hoher Larvendichte kann unter Salamanderlarven Kannibalismus auftreten.

Der beste Schutz des Feuersalamanders gegen potentielle Fressfeinde sind seine auffällige Hautfärbung – die "Warntracht" sowie die Hautdrüsensekrete, die je nach Heftigkeit des Angriffs beziehungsweise der lebensbedrohenden Situation stufenweise zum Einsatz kommen können. Der erwachsene Feuersalamander besitzt keine natürlichen Feinde. Die einzige Ausnahme ist der Mensch.

Der Feuersalamander ist wie alle Amphibien „besonders geschützt“. Auf der "Roten Liste" der Bundesrepublik Deutschland wird er unter Anhang "V" geführt und ist somit eine Art der sogenannten Vorwarnliste. Bestandsgefährdungen entstehen in der Hauptsache durch Eingriffe wie Entwässerung und Verbauung von Larvengewässern sowie durch häufiges Befahren von Wegen und Straßen am Rand und innerhalb von Wäldern. Die "Kinderstuben" des Feuersalamanders, also offene naturnahe Quellbachregionen, haben in den letzten 50 Jahren starke Beeinträchtigungen erfahren. Unzählige Quellfluren sind inzwischen entwässert, Quellen verbaut und verrohrt oder aufgrund übermäßigen Wasserkonsums gänzlich versiegt.

Weitere Infos siehe unter:
Wikipedia
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