Einheimische Schmetterlinge - Projektvorschlag - Der Aurorafalter (Anthocharis cardamine)

Was können wir als Sielmanns-Natur-Ranger tun? Hier ein paar Beispiele:
1. Frischfeuchte Säume oder Wiesenränder mit dem Wiesenschaumkraut mag der Falter sehr! Durch eine Förderung des Wiesenschaumkrautes und abwechslungsreicher Saumstrukturen kann man den bunten Falter fördern. Das Wiesenschaumkraut aber auch das Waldschaumkraut, Brunnenkresse, Barbarakraut und Silberblatt sind Pflanzen der Feuchtwiesen, Uferbereiche oder feuchter Laubmischwälder. Durch Gräben an den Feldrainen, in den Wäldern und Auwäldern, durch tiefliegende oder begradigte Bäche gehen die Bestände des Wiesenschaumkrautes derzeit zurück! Hinzu kommen allgemein sinkende Grundwasserpegel, so das Feuchtwiesen zurückgehen! Neben der Aussaat der Pflanze oder deren gezielter Vermehrung durch das Einpflanzen der Samen aus einigen wenigen Schoten steht der Lebensraum Feuchtesaum oder auch Feuchtwiese und –Weide im Vordergrund. Wenn wir also den Wasserspiegel in einigen Gräben durch leichtes Anstauen etwas erhöhen, oder an einem Bach durch kleine Dämme die Feuchtigkeit in der Wiese erhöhen, können wir mit dem Schaumkraut auch den Aurorafalter fördern. Ganz besonders interessant sind diese Bach-Aktionen auch dann, wenn man beim Anstauen an einem Bach oder beim Anlegen von „blinden“ Wasserrückflüssen mögliche neue Strukturen für den Feuersalamander schafft. Ein kleiner Aushub, morsche Stämme und Steine geben neben dem angestauten Bachabschnitt gute Verstecke. Die Feuersalamander – Larven bevorzugen die ruhigeren Bachabschnitte! Der Aurorafalter und „sein“ Schaumkraut stehen daher auch stellvertretend für eine Reihe anderer Arten der feuchten Standorte. Auch die Kuckuckslichtnelke, Sumpfdotterblumen und viele Seggen und Gräser lieben die frischfeuchten Standorte.

2. Eine weitere Möglichkeit, den bunten Falter in seiner Ökologie zu unterstützen, ist es, kleine Heckenstreifen in Waldrandnähe anzulegen. Silberblatt und insbesondere die Knoblauchsrauke in kleiner Ansaat eignen sich sehr gut um den Falter in den halbschattigen Bereichen zur Eiablage zu bewegen! Wie wäre es also mit einer Aurorafalter-Hecke?! Gerade einzelne kleine Bestände seiner Futterpflanze werden laut Literatur (Ebert) gerne angenommen. Wenn an der Hecke zusätzlich einige Brennesseln wachsen, können wir je nach Wärme und Feuchtigkeit übrigens auch mit einigen unserer „Brennesselfalter“ rechnen... Tagpfauenauge, Admiral, Kleiner Fuchs und Landkärtchen mögen auch derartige Kleinstbiotope! Der Aurorafalter läßt sich auch in Kombination zu den Sielmann- Ranger-Inseln fördern. Eventuell könnten die einzelnen Inseln auch speziell als „Aurorafalter-Insel ausgewiesen werden! Viel Spaß bei der Umsetzung!
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