Sielmanns Natur-Ranger
Deutschland e.V.
Die Jugendorganisation der Heinz Sielmann-Stiftung
Aspekte der Öffentlichkeitsarbeit
Zielgruppen
Ansprechpartner der Aktionen sind in erster Linie Weiden-und Wiesenbesitzer – also Landwirte, Pferdekoppelinhaber etc. Bei geeigneter Lage der Flächen können auch Kommunen und Gemeinden sowie Jäger, Jagdpächter oder Forstämter kontaktiert werden.Kontakte/ Öffentlichkeitsarbeit
Ein wesentlicher Punkt des Projektes ist die positive „Öffentlichwirksamkeit“ der Aktion: Bereits im Vorfeld der Aktionen erreichen die Ranger durch Anfragen bei Landwirten / Reiterhofbesitzern bereits eine gewisse Öffentlichkeit – sie bringen sich ins Gespräch und können Kontakte knüpfen. Selbstverständlich kann auch die lokale Presse mit einem Artikel helfen, um „aufgeschlossene, fortschrittliche Landwirte“ oder Gasthöfe zu nennen und somit werbewirksame Öffentlichkeit für alle Beteiligten zu erzeugen. Unsere Ranger schaffen „Gutes“ und wir sprechen davon!Begründung der Aktionen
Neben den uns vertrauten Argumentationen aus Sicht des Naturschutzes, der Artenvielfalt und der ökologischen Bedeutung von Biotopstruktur-Vernetzung, ist es sicherlich sinnvoll und von großer Bedeutung für den Projekterfolg, wenn es uns gelingt, den positiven ökonomischen Aspekt dieser Projekte für Landwirte und Reiterhöfe etc. in den Vordergrund zu stellen:Beispiel Reiterhöfe/ Gasthöfe:
Die Anlage von Naturinseln in landwirtschaftlich genutzten Grün- und Weideflächen kann für Reiterhöfe geradezu attraktiv sein: Einige „Inseln“ können sich durch Blumenpracht und Reliefveränderungen herausheben – auch Vogelschutzgehölze Heckenrosen oder Holunder können als „Blickfang“ eingepflanzt werden. Steinhaufen, ordentliche Holzstapel etc können im Kernbereich zusätzliche Nischen schaffen und wirken auf den Betrachter interessant! Die Attraktivität des Geländes steigt. Es darf vermutet werden, dass die Flächenbesitzer/ Pensionsbesitzer von Gästen selbst häufiger auf die „Inseln“ angesprochen werden, da diese sich durch Blumenpracht und Struktur innerhalb einer kleinen Einzäunung sicherlich auffällig von den restlichen Weideflächen abheben werden. Bei der Anlage der ersten Inseln sollte also auch auf eine günstige Lage in der Nähe von Spazier- und Feldwegen geachtet werden. So erhalten alle Parteien positive Öffentlichkeit!
Beispiel Landwirte:
Biologisch anbauende Landwirte können – insbesondere bei Selbstvermarktung auf dem Hof mit den „Inseln“ am leichtesten Werbung und eigene Imagepflege betreiben! Fotos, welche die Arbeit der Ranger dokumentieren, können im Verkaufsraum ausgestellt werden etc. aber auch für den „normalen“ Nutzviehhalter bringen die Inseln weiter Vorteile! Vorteile Unsere „Sielmann-Inseln“ bilden mit der Aussaat Ihrer Wildkräuter eine natürliche Samenbank, die auch laufend wieder in die eigentliche Weide einwirkt: Durch ein „Mehr“ an gesunden und würzigen Kräutern ist die Flora der Weide ständig bereichert – das ist auch für die Kühe und Pferde gut! Vögel und Insekten können Fliegen und Mücken auf der Weide dezimieren! Kleine Sträucher spenden zudem Schatten – das Vieh erhält mögliche zusätzliche Ruheplätze. Weniger Stress für das Vieh und gesunde Ernährung wirken sich auch hier insgesamt positiv auf die Rinder aus!!
Weitere stiftungsinterne Möglichkeiten
Öffentlichkeit und Werbung
Die Anlage der „Inseln“, ob einzeln oder in einer kleinen Reihe, sollte neben den praktischen Gesichtspunkten des Naturschutzes auch gerade ästhetische Gesichtspunkte berücksichtigen – sie sind gewissermaßen unsere „Werbetafeln und Visitenkarten in der grünen Öffentlichkeit“ Die Anlage solcher „Kleinstbiotope“ kann meist sehr gut in die Öffentlichkeit transportiert werden. Weitere verstärkende Aktionen sind möglich.Schilder: Kleine Schilder „Sielmann-Ranger-Blumen/Eidechseninsel“ oder „Naturschutz als positive Lebensphilosophie“ –H einz-Sielmann-Stiftung – evtl. mit Logo/ e-mail -Adresse wären in der Lage, den Bekantheitsgrad der Stiftung zu erhöhen. Bei strategisch günstiger Lage können die „Inseln“ in der Nähe einer „Rastbank am Waldrand“ könnten indirekt für Spendenbereitschaft und Mitglieder werben – nach dem Motto „Helfen Sie mit, die Natur zu erhalten“! „Inseln“ innerhalb eingezäunter Weideflächen sind sie zudem auch weniger durch Vandalismus gefährdet
Aktionen der Ranger
Aufhängen von Nistkästen, Dokumentation der Artenvielfalt, Pflegemaßnahmen etc. Die Schaffung von Strukturen bindet die Kinder sehr dynamisch und auch langfristig mit dem Gruppenerlebnis in die Stiftung ein! Die Zunahme der Artenvielfalt auf kleinen Räumen kann zudem für eine kleine Monitoring-Arbeit der Kinder herangezogen werden. Der Erfolg wird schnell sichtbar und ist sehr leicht für die Öffentlichkeit zu dokumentieren! Anreize für die Gruppen Vielleicht wäre es möglich, jeweils am Ende eines Jahres einige Ranger-Gruppen für besonders gelungene „Wiesen-Insel-Projekte“ mit einem zu Preis prämieren. (Einladung nach Duderstadt / Buchpreise etc.)Stichpunkte zur „Sielmann-Wieseninselaktion“:
- Besitzer fragen und überzeugen! „Tue Gutes und sprich darüber!“
- Zaunmaterial und Material besorgen!
- Inseln optisch ansprechend gestalten, pflanzen einzäunen –Spaß haben!
- Ggf. Werbung/ Adresse anbringen – Öffentlichkeit erreichen!
- Inseln pflegen und das Gedeihen dokumentieren (Fotos/ Artenlisten)!
Es ist eine schöne Vorstellung, dass im Wirkungsbereich eines jeden Teams sehr auffällig sichtbare, nützliche und öffentlichkeitswirksame, individuelle „Rangerinseln“ unsere „Reviere“ markieren und anzeigen, dass etwas zum Schutz der Umwelt getan werden kann! Mit diesen „Sielmann-Inseln“ können wir unter dem offiziell von den Naturschutzämtern geförderten „Biotop-Struktur-Vernetzungsgedanken" nur positiv auffallen! Viel Spaß dabei!
Frank Lehmann