Team Jena stellt sich vor: Projekte, Aktionen, Teamstruktur, Partner
Am Freitag den 16.04.2010 reisten die Teamleiter u.-betreuer in Jena an. Unser Quartier bezogen wir während des Teamleitertreffens im Schullandheim „Stern“, eines der bundesweit modernsten Schullandheime und herrlicher Lage. Am Freitagabend ernannten wir einen unserer Teamleiter zum Ehrenmitglied. Dieser Teamleiter ist schon sehr lange in der Umweltbildung u.-erziehung sehr erfolgreich unterwegs. Sein Name ist Heinz Kissling vom Team Frankfurt/M..Er hat sich nicht nur bei den Sielmanns Natur-Rangern sehr verdient gemacht, sondern auch in seiner Heimatstadt Frankfurt/M. Dort wurde er bereits mit einigen Auszeichnungen bedacht, so dass es uns eine Ehre war, ihn jetzt als unser Ehrenmitglied auszuzeichnen. Sichtlich bewegt nahm er diese Würdigung entgegen. Mit einem gemütlichem Beisammensein klang dieser Freitagabend aus. 

Samstag, den 17.04.2010 war der große Auftritt des SNR-Team Jena. An diesem Tag wurden den Teamleitern und -betreuern ein kleiner Teil der Projekte des Team Jena näher vorgestellt. Entlang des erlebnisreichen Waldlehrpfades „Ux-Pfad“ begann unsere gemeinsame Entdeckungsreise. Einen herrlichen Rundumblick über die Stadt Jena verschafften wir uns bei dieser geführten Walderlebniswanderung vom „Forstturm“. Sachkundige Informationen vermittelten die Teambetreuerin Brigitte Böhme u. des Teamleiters Horst Ertel des Team Jena. Einen kleinen Zwischenstopp machten wir anschließend auf dem ehemaligen Gelände der Russischen Streitkräfte, dass zu einem inzwischen artenreichen Naturrefugium umgestaltet wurde. Exemplarisch bekamen wir vor Ort die Möglichkeit, ein Gebäude mit Schutzmaßnahmen für die Fledermäuse anzusehen. Anschließend ging es auf Bus-Safari zu weiteren Projektorten des Jenaer SNR-Teams, zunächst zum Schutzgebiet „Tautenburger Forst“. 
Am „Poxdorfer Hang“wurden und Wildorchideen-Wiesenflächen vorgestellt. Hier konnten wir unsere Artenkenntnis erweitern und erhielten praktische Tipps für nachhaltige Wiesenpflege im Rahmen eines wirkungsvollen Biotopmanagement. Die Orchideenvorkommen standen zu diesem Zeitpunkt noch in Knospe auf Grund der Jahreszeit und der kühlen Witterung. Für die Wonnemonate Mai/Juni wurde eine nochmalige Einladung ausgesprochen, um diese Wunder der heimischen Natur in Vollblüte erleben zu können. 
Nach ca.. 3h Wanderung erreichten wir die „Survivalhütte“ im Waldschutzgebiet „Tautenburger Forst“. Dort angekommen, gab es eine kleinen Imbiss, den Ranger vom Team Jena vorbereitet hatten. Das Team Jena ist hier mehrmals im Jahr, um sich im Naturerleben, praktischen Artenschutz und der nachhaltigen Biotoppflege Kenntnisse und Fertigkeiten für ihre weitere Arbeit anzueignen. Man hat hier die Möglichkeit sehr naturnah zu leben, denn es gibt keinen elektrischen Strom, sondern nur Kerzen- oder Petroleumlicht. Diese Hütte bietet Platz für ca. 15. Personen. Das Wasser wird von einer Quelle entnommen. Sollte es mal etwas kühler werden, so kann mit einem Ofen, der in einem Gemeinschaftsraum steht, für die entsprechende Gemütlichkeit sorgen. Auch für die Lagerfeuer-Romantik ist gesorgt. 
 Nach dem Imbiss ging es weiter zunächst zu Fuß zum Bus und zum nächsten Projekt des Team Jena, und zwar nach Kahla in die Kirche „St. Margarethen“. Dort angekommen, gab es zunächst Kaffee und Kuchen von der Kirchgemeinde Kahla, was helle Zustimmung fand. Hier nochmals ein Dankeschön an diese Kirchgemeinde. 
Nach Kaffee und leckerem Kuchen ging es in den Kirchturm dieses historischen Bauwerks. Dort hatten die Teamleiter u.-betreuer Gelegenheit, aus nächster Nähe sich ein Wochenstubenquartier des Großen Mausohrs anzusehen und zu fotografieren. Zu diesem Zeitpunkt (April) hatten schon ca. 100 Mausohren Quartier bezogen. Etwa 600 Mausohren nutzen alljährlich diese geschützte Unterkunft und wissen sich in guter Obhut. Diese fledermausfreundliche Kirche sollte exemplarisch Anregungen vermitteln für eine wirkungsvolle Arbeit im praktischen Artenschutz und in der Öffentlichkeitsarbeit vor Ort. Auf Anregung des SNR-Teams Jena erhielt diese „Fledermaus-Kirche“ mehrfache öffentliche Würdigungen, so mit den Auszeichnungen „Aktion fledermausfreundlich!“ und „Lebensraum Kirchturm“. Besonders überrascht zeigten sich alle über den Fledermaus-Infostand der Jenaer Ranger unmittelbar im Kirchenschiff. Eine Besonderheit: Aufbereiteter Fledermauskot wird hier als „Turbo-Spezialpflanzendünger“ verpackt und mit Anwendungstipps beschriftet den interessierten Besuchern an dieser Dauerausstellung angeboten. Herr Roth vom Kirchenverein Kahla gilt hierfür ein besonderes Dankeschön. Auf Grund des straffen Zeitplans sahen wir uns gezwungen, auf den Exkursionsgang im bundesweit bedeutsamen NSG „Leutratal“ zu verzichten. Über Teambesuche bzw. weitere Teamleitertreffen in Jena sollte man dieses noch nachholen. 
 In der Altstadt Jenas mit dem Bus wieder angekommen ließen wir diesen erlebnisreichen Tag ausklingen in einer historischen Gaststätte in geselliger Runde. Einige nutzten die Zeit für einen Abend-Stadtbummel. Gespräche über das Erlebte an diesem Tag wurden geführt und Erfahrungen ausgetauscht. Danach ging es mit dem Bus wieder zu unserem Quartier Schullandheim „Stern“. 

 Am Sonntag, den 18.04.2010 trafen wir uns auf dem Gelände des Schullandheims zu einer Teamleiter-Versammlung. Dort wurden Neuigkeiten aus der Vorstandsarbeit, der Stand der Vorbereitung des Bundes-Sommercamps usw. besprochen. Mit wertvollen Anregungen und Erlebnissen traten die Teilnehmer gegen Mittag anschließend die Heimreise wieder an. Einge Teamleiter nutzten zusätzlich noch die Gelegenheit, vom JenTower aus der Vogelperspektive Jena und Umgebung zu erleben. 

 Vielen Dank nochmal an das komplette SNR-Team Jena für die vorbildliche Organisation dieses schönen Teamleitertreffens mit seinen vielfältigen Anregungen und nachhaltigen Erlebnissen.. Ganz besonders bedanken wir uns auch bei dem Busunternehmen „SELL-Reisen Jena GmbH“ für die Bus-Sicherstellung, beim Vorsitzenden des „Forsthausverein“ e.V. Herrn Wilske für die sehr sachkundigen Erläuterungen am Forstturm sowie bei der Familie Roth vom Kirchenverein Kahla.


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